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Sonntag

Sonntag, 11.7.10

Finale ohne Deutschland: Das Wetter weiß, was es zu tun hat. Der Himmel weint - Regen in Durban - ab 17.30 Uhr. Vorher erleben wir die Fahrt dorthin durch Zulu-Land. Kilometerweit Rundhäuser ohne feste Ortsmitte. Mehrere solcher Hütten bilden einen Kraal, der die Großfamilie beherbergt. Die meisten Behausungen sind nur über Trampelpfade zu erreichen. Man kann sich vorstellen, wie die Wege in der Regenzeit aussehen. Überall die leuchtenden Farben der rotbraunen Erde. Fruchtbarer Boden, den die Engländer schon im 19. Jahrhundert erfolgreich bewirtschafteten. Heute bauen die Farmer Zuckerrohr an - soweit das Auge reicht.

Durban - in Zeiten der Apartheid allein den Weißen vorbehalten -  ist die Côte d´Azur des östlichen Südafrikas. Eine herrliche Bucht mit Wellen, nichts für Mädchen - ausgenommen unsere beiden Marina und Isi. Langsam wird uns klar, welchen Luxus wir hier genießen. Ein Bus mit eigenem Busfahrer, der uns kreuz und quer durch Südafrika karrt, auf das Fahrzeug aufpasst, während wir unterwegs sind. Das könnte man in Deutschland nicht organisieren.

Durban hat sich auf die WM großartig vorbereitet. Am Strand liegt das luftige Stadion - die Fanmeile direkt davor. Wir lassen den Tag locker angehen und besuchen Waterworld "uShaka Marine" mit Delfin- und Robbenshow, in einem Schiff riesige Aquarien mit Fischen aller Art und natürlich auch mit Haien.

Im Indischen Ozean bei 16 Grad Wassertemperatur baden - für einige von uns Ehrensache auch wenn die Winterwassertemperaturen mit 16 Grad nicht optimal sind. Im Sommer wäre das sicher viel angenehmer.

Gegen 17.00 Uhr überfliegen Militär-Hubschrauber den Strand. Sicherheit wird groß geschrieben und wir können uns frei bewegen ohne Sorge. 

Nachdem der Regen eingesetzt hat, entscheiden wir uns zurück zu fahren und sehen das Spiel bei Stenzels. Ihrer Gastfreundschaft verdanken wir hier wunderschöne Tage.

Morgen steht ein Safaripark auf dem Plan und dann müssen endlich die angefangenen Beiträge produziert werden.