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Liz - Ein Interview

Liz - die Küchenmanagerin in Hermannsburg

In Hermannsburg angekommen, trafen wir beim Abendessen auf Liz, die Küchenmanagerin von Hermannsburg. Es war Liebe auf den ersten Blick - von beiden Seiten. Liz verpflegte uns mit ihrem Team. Es gab tolles Essen und am Ende etliche Hosen, die nicht mehr so richtig passen wollten.

Liz kam vor acht Jahren nach Hermannsburg. Sie floh damals aus Simbabwe.

 

Hermannsburg - die Siedlung der Deutschen - war ihr nicht geheuer. Aus dem TV kannte sie schreckliche Geschichte über die Deutschen. Sie hatte Furcht dort schlecht behandelt zu werden. Gleich in den ersten Tagen war ihr klar, wie ünbegründet diese Befürchtungen waren. Sie ist dankbar für den Job in Hermannsburg. Schließlich hat sie Mann und Tochter verloren und muss nun für ihre Enkel sorgen. Die Schulleiterin, Frau Brand, und ihr Mann sind für sie eine große Stütze.

 

2010 ist für Liz ein wundervolles Jahr. Die WM erlebte sie als großartiges Fest. Dennoch gibt es viele Probleme in Südafrika, die sie nicht verschweigen kann. Das Problem der Sicherheit, für das sie eine verblüffend allgemeingültige Erklärung hat,

 

und das Problem der Gesundheitsversorgung.

Liz hat die WM genossen. Jetzt erwartet sie, wie wohl viele Schwarze in Südafrika, dass die Regierung etwas für die Menschen tut.

"2010 war ein wundervolles Jahr - wenn doch die WM nie zu Ende wäre."

 

Nach Nelson Mandela befragt, gibt sie gerne und schnell Antwort.

 

 Am Ende überwiegt ihr Optimismus, der uns beeindruckt.

 

"Lachen ist gesund", sagt sie und wir können uns dieser Botschaft nicht entziehen.